Island – Land aus Feuer und Eis

Ein Reisebericht von Birgit Wallberg

Urlaub, der bewegt. Das ist das Motto von Wikinger Reisen, von dem ich mich auf einer Herbst-Reise nach Island selbst überzeugen konnte.

Der nächtliche Himmel von Island begrüßte uns gleich nach der Ankunft mit zauberhaften Nordlichtern*. Nach einer Übernachtung im modernen Foss-Hotel  in  Reykjavik fuhren wir durch beeindruckende, herbstlichgefärbte Landschaften, vorbei an dampfenden Quellen und  tosenden Wasserfällen, immer höher in die Berge an den Rand des Gletschers  Langjökull.    Dort wartete neben einer Winterlandschaft eine besondere Überraschung auf uns: mit busähnlichen Schneemobilen war es möglich, sicher auf den Gletscher zu fahren und von dort an einer geführten Wanderung  durch einen Gletscher-Tunnel  teilzunehmen. 

Nach diesem Ausflug ins ewige Eis fuhr uns Busfahrer Stena mit seinem Allrad-Reisebus sicher in Richtung des Hochlandes von Kjölur. Diese immer noch abenteuerliche Hochlandstrecke war schon in alten Zeiten eine wichtige Verbindungsstrecke  und es gibt zahlreiche „Sagas“, die sich hier zugetragen haben sollen. Der umfassend ausgebildete Reiseleiter Marteinn, der hauptberuflich als Erzieher in Island tätig ist,  brachte uns mit Begeisterung und großem Fachwissen die Sagen-Welten und die geologischen und kulturellen Besonderheiten   Islands    näher.  

Die einzige Übernachtungsmöglichkeit besteht im Hochland von Kjölur in der Mountain Lodge Kerlingarfjöll. Von hier konnten wir nach Neuschnee am nächsten Morgen eine wunderbare Winterwanderung  bei strahlendem Sonnenschein unternehmen. Eine Fahrt zu den heißen Quellen von Hveravellir mit der Möglichkeit auf ein Bad in Naturbecken mit Blick auf die Gletscher machten diesen Tag perfekt.

Die Rückfahrt aus dem Hochland führte uns zu dem bekannten und mächtigen Wasserfall Gullfoss und dem berühmten Geysir. Zum Entspannen gönnten wir uns noch ein herrlich warmes Bad unter freiem Himmel im geothermischen Bad Fontana, bevor wir gestärkt Richtung Thingvellir-Nationalpark fuhren. Dieser historische Ort ist auch heute noch für Isländer  von großer Bedeutung. Bei einer Wanderung durch die Allmännerschlucht hatten wir wieder einen Ausblick auf eine großartige Landschaft. Das Aufeinandertreffen der beiden Kontinentalplatten   macht diese Gegend zu einem geologischen Phänomen.

Zurück in Reykjavik konnten wir bei einer Stadtrundfahrt noch einen Blick werfen auf wichtige Sehenswürdigkeiten wie z. B. die imposante Hallgrims-Kirche, das historische Höftli und die moderne Oper. Mit einem Stadtbummel durch die historische Innenstadt ging eine erlebnisreiche Reise mit vielen nachhaltigen Eindrücken zu Ende.

Fazit: Eine Städtereise oder ein Stopp in Reykjavik bietet sich ganzjährig an. Obwohl die meisten Besucher in den Sommermonaten nach Island kommen, bietet das Land auch vielfältige naturnahe Reiseerlebnisse  im Herbst und Winter.  Lassen Sie sich gerne dazu von uns beraten! 

* … wussten Sie,  dass der Herbst und Winter in Island die Zeit von fantastischen Lichtphänomen, den Nordlichtern ist? In kalten, klaren Nächten besteht die Chance,  das einzigartige Polarlicht zu sehen. Die Monate Dezember und Januar sind am dunkelsten. Man hat zu dieser Zeit ca. 4-5 Std. Tageslicht, welches einem andauernden Sonnenuntergang gleicht. Die restlichen Monate des Winters sind z. B. mit Deutschland vergleichbar oder sogar noch heller.